PostHeaderIcon Engagierte Menschen zur Erhaltung der Lebensqualität

RT1 Nordschwaben vom 17.8.2010

WITTISLINGEN

Noch keine Klage wegen Windrädern

Die Firma Uhl Windkraft lässt sich offenbar Zeit bei der Klage gegen die Ablehnung der geplanten Windräder im Wittislinger Gemeindewald. Wie uns der Vorsitzende des Augsburger Verwaltungsgerichtes Ivo Moll sagte, ist noch keine Klagebegründung eingegangen. Vor rund vier Wochen hatte Firmenchef Franz Uhl noch gesagt, er nutze lediglich seine Widerspruchsmöglichkeit gegen den Ablehnungsbescheid des Dillinger Landratsamtes. Besonders störe ihn aber, dass er unter anderem wegen eines Weißkopfseeadlers sein Vorhaben zu Grabe tragen soll. Diese Behauptung möchte Uhl noch einmal überprüft haben. Das Dillinger Landratsamt hatte den Bau der Anlagen im Wittislinger Gemeindewald zuvor aus Gründen des Vogelschutzes abgelehnt.

RT1 Nordschwaben vom 17.8.2010

 

Donauzeitung vom 21.7.2010

WITTISLINGEN

Uhl geht den ersten Schritt in Richtung Gerichtsverfahren

Unternehmen reicht Klage ein und prüft auf der anderen Seite noch, ob es bei dieser Entscheidung bleibt

Der Streit um die bei Wittislingen geplanten Windräder geht weiter. Das Unternehmen Uhl hat jetzt seine Widerspruchsmög­lichkeit gegen einen Bescheid des Landratsamtes genutzt. Darin hatte das Amt den Bau der Anlagen abge­lehnt (wir berichteten). Beim Ver­waltungsgericht Augsburg sei eine Klage des Unternehmens eingegan­gen, so Christa Marx, Leiterin der Bau- und Umweltabteilung am Landratsamt.

Damit hat die Firma die entspre­chende Frist eingehalten. Dr. Karl-Heinz Linke von Uhl sagt aller­dings: „Ob wir das Verfahren durchziehen, wird sich noch zei­gen." Wann diese Entscheidung fal­le, könne er noch nicht absehen. Denn zunächst will das Unterneh­men den Fall noch einmal genau un­tersuchen - und das kann etliche Wochen dauern. Die artenschutz-rechtliche Prüfung, die Uhl in Auf­trag gegeben hatte, sei zu dem Er­gebnis gekommen, dass es durch die Windräder keine  erheblichen Beeinträchtigungen für die Vögel ge­ben werde, so Linke.

Genau das Gegenteil hatte die Re­gierung von Schwaben in ihrer Stel­lungnahme mitgeteilt. Konkret be­fürchteten die Experten, dass be­drohte Tiere wie beispielsweise der Rotmilan, der Uhu oder der Baum­falke von den Rotoren getötet wer­den könnten. Zudem bestehe für manche Vögel ein „nicht zu umge­hendes Störungsrisiko". Daraufhin hatte das Landratsamt den Bauan­trag von Uhl abgelehnt. Jetzt sieht es sich in der Rolle des Beklagten wie­der. Denn Uhl hat zwar gegen den Freistaat geklagt - doch der wird im Verfahren vom staatlichen Land­ratsamt Dillingen vertreten. Christa Marx sagt, zunächst werde es wohl einen ausführlichen Schriftwechsel geben. Wann es zu einer mündlichen Verhandlung am Verwaltungsgericht Augsburg kommen könnten, sei derzeit nicht abzusehen.

Carolin Ehnle-Sharma sagt: „Ich bin persönlich entsetzt." Die Spre­cherin der „Bürgerinitiative für den Erhalt der Lebensqualität in Wittis­lingen" hatte mit ihren Mitstreitern gegen den Bau der Windräder ge­kämpft. Und mit der Ablehnung des Landratsamtes atmete sie auf. „Ich habe gedacht, wir wären das Thema los." Dass Uhl klagen könnte, hatte Ehnle-Sharma zwar immer im Hin­terkopf. Doch da ein jahrelanges Verfahren drohe, sei sie davon aus­gegangen, dass es nicht so weit kom­men werde. Jetzt will sie erst einmal recherchieren, was die Bürgerinitia­tive nun tun kann. „Ich bin im Mo­ment geschockt."

Wittislingens Bürgermeister Ro­land Hörl war stets ein Befürworter für den Bau der Anlagen. Und das ist er auch geblieben: „Ich habe an anderer Stelle gesehen: Windräder haben sich bewährt." Der Bürger­meister gibt Uhl gute Chancen, Recht zu bekommen. Er verweist auf ein Urteil aus Heilbronn: „Da hat das Gericht den Regionalplan zerrissen." Auch den Vorschlag ei­ner Gemeinderätin, den Pachtver­trag der Gemeinde mit Uhl zu kün­digen, habe er mit Blick auf mögli­che Regressforderungen abgelehnt, sagt Hörl.

 

Donauzeitung vom 20.7.2010

WITTISLINGEN

Bürgerinitiative geschockt:

Uhl Windkraft reicht Klage beim Verwaltungsgericht ein

Das Unternehmen Uhl Windkraft hat Klage beim Verwaltungsgericht Augsburg eingereicht. Hintergrund ist der geplante Bau von drei Windrädern bei Wittislingen – das Landratsamt Dillingen hatte dieses Vorhaben der Firma abgelehnt. Ob Uhl das Verfahren allerdings durchzieht, ist noch nicht entschieden. Mitarbeiter Dr. Karl-Heinz -Linke sagte gegenüber der DZ, man habe jetzt die Widerspruchsmöglichkeit genutzt und werde den Fall noch einmal detailliert prüfen. Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Donau-Zeitung.

 

Donauzeitung vom 18.6.2010

Der Bescheid ist raus: Windräder abgelehnt

Landkreis „Der Bau eines Windparks mit drei Windkraftanlagen in der Gemarkung Wittislingen ist definitiv nicht genehmigungsfähig.“ Das teilte das Landratsamt gestern so in einer Pressemitteilung mit. Zu dieser abschließenden Entscheidung sei die Behörde nach Anhörung des Antragstellers und eingehender Prüfung der artenschutzrechtlichen Beurteilung der Regierung von Schwaben gekommen. In der Mitteilung heißt es weiter: „Deshalb hat das Landratsamt mit Bescheid vom 17. Juni das Vorhaben endgültig abgelehnt und dem Antragsteller die Entscheidung förmlich zugestellt.“

Donauzeitung vom 18.6.2010

Radio 7 vom 18.6.2010

 

Donauzeitung vom 29.5.2010

WITTISLINGEN

BI: Mitglieder kritisieren Uhl und den ehemaligen Bürgermeister Sing

Die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Wittislingen kann nicht nachvollziehen, dass das Unternehmen Uhl gegen die Entschei­dung des Landratsamtes erwägt, zu klagen. Hintergrund ist der geplante Bau von Windanlagen bei Wittislin­gen. In einer Pressemitteihing der Bl heißt es: „Es war sein eigenes un­ternehmerisches Risiko das Projekt Windfarm Wittislingen ohne die üb­liche Bauvoranfrage zu starten. Hät­te er diese gestellt, wären bereits im Vorfeld die Einwände des Bund Na­turschutzes zutage gekommen und Uhl hätte sich dann eventuell weite­re Planungskosten ersparen kön­nen."

Unterstellung „absolutes Unding"

Absolutes Unverständnis herrschte unter den Mitgliedern über Altbür­germeister Reinhold Sing: „Obwohl er von den Bürgern der eigenen Ge­meinde beschuldigt wird, die Windkraft-Verträge manipuliert zu ha­ben, die Gemeinderäte mit angebli­chen Windmessungen getäuscht zu haben, das Naherholungsgebiet an einen Investor verschachert zu ha­ben, scheut er sich nicht, seine diversen Ämter für Pressemitteilun­gen zu nutzen."

Völlig sinnwidrig sei es von Sing, aus dem artenschutzrechtlichen Gutachten der Regierung zu fol­gern, dass damit per Verwaltungs­akt konstatiert worden sei, die Le­bensqualität für die Bürger sei durch die Anlagen nicht beeinträchtigt. Aber ein „absolutes Unding" sei es, der Regierung zu unterstellen, sie habe auf Druck lokaler Mandatsträ­ger diese Entscheidung gefällt.

Bürger unnötig belastet

Einige Mitglieder wiesen ferner da­rauf hin, dass die Verwaltungsge­meinschaft Wittislingen bereits jetzt 99 Prozent ihres Strombedarfs aus regenerativen Energien erzeuge. Deshalb stelle sich grundsätzlich die Frage, warum die VG auf ihrem windarmen Gebiet einen Ausbau mit Windkraft anstreben müsse, wenn dadurch die Bürger in nicht zumutbarcr Weise unnötig belastet würden. Als angenehm werde von den Mitgliedern empfunden, dass durch die eindeutige Entscheidung „von oben" nun wieder Ruhe im Dorf eingekehrt sei. (pm)


 

Donauzeitung vom 27.5.2010

WITTISLINGEN

BN weist Pressemitteilung der SPD zurück

Entschieden weist der Bund Natur­schutz eine Pressemitteilung der SPD Wittislingen zurück, wonach der  Artenschutz lediglich vorge­schoben werde, um die im örtlichen Gemeindewald geplanten Windrä­der zu verhindern. In der Presse­mitteilung heißt es weiter, dass das entsprechende Gutachten über die Vogel- und Fledermaus vorkom­men vom Unternehmen UM in Auf­trag gegeben wurde. Im Gegensatz zum überflüssigen Neu- und Aus­bau zahlreicher Straßen im Land­kreis Dillingen sei jedoch der Aus­bau der Windkraft-Nutzung drin­gend geboten. Dennoch müsse rücksichtsvoll gegenüber der Na­tur und Landschaft geplant werden, damit der Schaden nicht größer als der Nutzen sei. Der BN fordert die SPD auf, gemeinsam für „eine Neufassung des Windenergiekapitels des bestehenden Regionalpla­nes zu kämpfen", (pm)

 

Donauzeitung vom 17.5.2010: Bund Naturschutz contra Uhl

WITTISLINGEN

Bund Naturschutz contra Uhl

Die Debatte um den geplanten Windpark bei Wittislingen geht in die nächste Runde. Nachdem das Unternehmen Uhl aus Ellwangen Stellung genommen hatte, meldet sich jetzt der Kreisverband Dillingen des Bund Naturschutz zu Wort. Denn mit dem, was Uhl argumentiert hatte, sind die beiden Vorsitzenden Dieter Leippert und Reimut Kayser gar nicht einverstanden. Insbesondere geht es den Naturschützern in einer Pressemitteilung dabei um die Kritik des Windkraft-Unternehmens am Regionalplan.

„Regionalplan keine bindende Vorentscheidung“

Das Unternehmen habe in seinen vorherigen Projektplanungen genug Einsicht gewonnen, um wissen zu können, dass der Regionalplan keine bindende verwaltungsrechtliche Vorentscheidung für einzelne Projekte sei. Stattdessen sei er nur eine planungstechnische Vorgabe, um festzusetzen, an welchen Standorten in der Region überhaupt bestimmte Projekte möglich seien, so der BN. Zudem, so Kayser, sei immer ein Genehmigungsverfahren notwendig, das bei Windenergieanlagen vor allem Belange des Artenschutzes ergebnisoffen berücksichtigen beziehungsweise prüfen müsse. Und dabei spiele es keine Rolle, ob ein Projekt in einer Vorrangfläche oder nur in einer „Nicht-Ausschlussfläche“, wie etwa der Windpark Wittislingen, geplant sei.

Hätte Uhl, so die Naturschützer in ihrer Pressemitteilung weiter, früher die Belange des Artenschutzes anerkannt, dann wären dem Unternehmen unter anderem Diskussionen und Geld erspart geblieben. Das Gutachten, auf das sich das Unternehmen stütze, sei auch von ihm selbst in Auftrag gegeben und bezahlt worden.

Die Behauptungen der Ellwanger, den Regionalplan in Zusammenhang mit den genannten Vogelvorkommen betreffend, seien zudem schlicht unrichtig, meint Kayser. (pm, tiba)

Augsburger Allgemeine vom 16.5.2010

 
Montag, den 10.5.2010

 
Ein herzliches Dankeschön an ALLE,
die mitgeholfen und sich für unsere Sache stark gemacht haben.

 

Die Entscheidung ist gefallen.

Die Windräder in Wittislingen

werden nicht gebaut!

Pressemitteilung des Landkreises Dillingen

 


Reaktionen:

M.B.L.: Danke für die erfreuliche Nachricht und Gratulation

B.B.:    "WOW"

H.P.:    Gratulation!!! Bitte das Lied "Against the Wind" mit Genuß hören.

B.B.:    ... Erst mal Glückwunsch für Euch. AAAAber

W.N.:   Herzlichen Glückwunsch zu so viel bürgernahem und nachhaltigem Denken ....

A.Z.:     Gratuliere zu dem Erfolg. Ihr habt eine Superarbeit hingelegt!

K.S.:     Herzlichen Glückwunsch! Helft uns weiterhin solidarisch bei unserem Kampf!

C.E.:     Ein ganz großes "Dankeschön" möchte ich an dieser Stelle an Hr. Kaiser vom Bund Naturschutz senden, der sich so vehement für den Erhalt unserer reichen Tierwelt im Gemeindewald eingesetzt hat.

U.K.:     Das ist ja eine großartige Meldung

E.K.:     Vielen Dank für die tolle Nachricht

O.D.:    Ein guter Tag ...

T.J.:     Große Gratulation von der Volksinitiative Brandenburg.Wie wir sehen, regieren bei Ihnen Politiker,die noch einen Blick für Natur und Mensch haben.

D.E.K:  Wir gratulieren (BI zum Schutz des Hochschwarzwaldes)

G.G.:    ich beglückwünsche Sie zu der Nichtgenehmigung der Windräder und bin Ihnen und allen die sich dafür eingesetzt haben von Herzen dankbar.

R.B.:    Ich gratuliere recht herzlich, da sind ja bestimmt viele Steine vom Herzen gefallen.

F.F.H.:  Allen unermüdlichen Kämpfern gegen die Windräder in Wittislingen unsere herzlichen Glückwünsche zum verdienten Erfolg !! Wittislingen soll für viele von Windrädern bedrohte Landschaftsschützer ein Zeichen der Hoffnung und der Ermutigung sein !

J.R.:    welch eine großartige Nachricht!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wir Gegenwindler im Norden freuen uns mit Euch und wünschen uns allen, daß die wunderbare, artenschutzfreundliche  Begründung Schule im ganzen Land macht....

 

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